Nachrüsten eines Rolladens

Nachrüsten eines Rolladens

Wenn ein Rolladen in die Jahre gekommen ist, stellt sich die Frage, ob die komplette Anlage ausgetauscht werden muss.

Weist der alte Rolladen immer noch eine ansprechende Optik auf, kann es unter Umständen genügen, einen Motor oder einen elektrischen Gurtwickler nachträglich einzubauen.

Dies muss nicht immer aufwändig sein; in einigen Fällen stellt jedoch eine Neuinstallation die bessere Lösung dar, besonders, wenn die einzelnen Teile wie Lamellen und Gurte bereits Verschleißerscheinungen aufweisen.

Ein Rolladenwechsel wird am einfachsten beim Renovieren der Fenster durchgeführt. Bei den gebräuchlichen Standardrolläden sind die Gurtwickler entweder offen an der Wand angebracht oder befinden sich in frei zugänglichen Gurtkästen; häufig genügt es, den neuen Panzer in die bereits vorhandene Welle einzusetzen. Bei einem Tausch des kompletten Systems sind zudem die meisten Bauteile bereits vormontiert. Wer ein wenig geübt im Heimwerken ist, kann einen vorhandenen Rolladen auch ohne großen Aufwand mit einem motorisierten Antrieb nachrüsten. Hierzu werden entweder elektrische Gurtwickler oder Rohrmotoren verwendet.

Ein elektrischer Gurtwickler wird einfach gegen den vorhandenen Gurtwickler ausgetauscht und ist in der Regel mit einem Steckernetzteil für den Anschluss an jede Steckdose ausgestattet. Nachteilig sind der sichtbare Gurt sowie der relativ geräuschvolle Antrieb. Hier stellen Rohrmotoren eine dezente Alternative dar, da sie nicht nur leise und ohne sichtbaren Gurt arbeiten, sondern sich auch in einen vorhandenen Rolladenkasten integrieren lassen. Rohrmotoren überzeugen zudem durch eine lange Lebensdauer. Bei der Auswahl müssen jedoch die erforderliche Kastenbreite und das Volumen berücksichtigt werden. In eine vorhandene Achtkantwelle lässt sich ein Rohrmotor ohne großen Aufwand einbauen; andere Wellenmodelle müssen ausgetauscht werden.

Eine weitere Möglichkeit, Optik und Hitzeschutz des Rolladens zu verbessern, ist die Nachrüstung von Lichtschienen. Hierbei werden einzelne Lamellen durch durch die filterähnlichen Schienen ersetzt, die aufgrund ihrer perforierten Struktur für ein gedämpftes Licht sorgen und zugleich den direkten Sonneneinfall und die damit verbundene Hitzebildung vermeiden.